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Geschichte der Zeche Sterkrade in Oberhausen

Verantwortlicher Autor: Pascal van Lier Oberhausen, 15.07.2020, 13:09 Uhr
Presse-Ressort von: Pascal van Lier Bericht 5573x gelesen
Zeche Sterkrade
Zeche Sterkrade  Bild: PVL

Oberhausen [ENA] Im heutigen Stadtteil Sterkrade von Oberhausen stand eine von drei Industriezechen. Sterkrade ist wie viele andere Städte damals eigenständig gewesen und wurde 1929 mit Osterfeld und Alt- Oberhausen zur neuen Großstadt Oberhausen eingemeindet worden.

Als 1897 das Abteufen des Schacht 1 begann wollte man einen Wetterschacht für das Steinkohlebergwerk Osterfeld anlegen. Gleichzeitig sollte dieser als zweiter fahrbarer Aufzug für die Zeche Hugo-Haniel dienen. Als allerdings auf Hugo ein Schacht zu Bruch gegangen ist, wurde Schacht 1 von Sterkrade 1903 zum Fördern von Steinkohle in Betrieb genommen. Das Fördergerüst ist eines der letzten erhaltenen Erzeugnisse der ehemaligen Zeche.

Es ist eine der ältesten Strebengerüste Deutschlands und konnte bis vier Seilscheiben aufnehmen. Zwei davon sind erhalten geblieben. Kokerei, Kohlenwäsche und eine elektrische Zentrale wurden hinzugefügt. 1933 wurde die Kohleförderung von der Zeche Osterfeld übernommen. Von da an diente er ausschließlich zur Bewetterung, für die Seilfahrt und die Materialförderung. 1989 erfolgte die Zusammenschließung mit der Zeche Osterfeld.

Fünf Jahre später wurde die Zeche komplett stillgelegt und verfüllt. Heutzutage kann man mit regelmäßigen Führungen die Zeche noch besuchen.

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